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Mein Profil im Internet

Gestern abend habe ich in „Kulturzeit“ auf 3sat einen Beitrag zum Thema Datenschutz im Internet gesehen, der wohl am 15. Januar schon einmal auf Frontal21 lief: „Intimes im Internet„. In diesem Beitrag wurde vor dem Missbrauch der Daten gewarnt, die wir alle täglich im Internet preisgeben, vor allem in so genannten Social Networks wie StudiVZ und „Wer kennt wen?“.

Ich selber habe das schon mal am eigenen Leibe erfahren: Vorletztes Jahr Weihnachten erhielt ich einen Anruf von jemand aus Braunfels, der mir ärgerlich :-x erklärte, er hätte doch bei eBay einen „Dämpfer“ von mir ersteigert und warum ich nicht auf seine eMail reagiert hätte. Das Verrückte war: Ich hatte zu der Zeit noch gar kein Konto bei eBay und noch nie etwas versteigert. Beim Nachsehen bei eBay stellte sich heraus, dass es dort tatsächlich ein Konto mit meinem Namen und meiner Adresse gab, aber einer anderen eMailadresse. Ich habe mich dann bei eBay gemeldet und das Konto wurde gesperrt. Für mich war die Sache damit erledigt.

Aber weit gefehlt: Ein paar Tage später kam ein Anruf von der Kripo in Darmstadt: Dort lief mittlerweile eine Anzeige gegen mich! :shock: Der eBay-Betrüger hatte noch weitere Leute geschädigt, die zum Teil schon per Vorkasse für gesteigerte Waren gezahlt hatten. Ich musste zur Kripo in Dillenburg und eine Zeugenaussage machen. Dort erfuhr ich, dass der Betrüger unter meinem Namen ein eMail-Konto bei Yahoo eingerichtet hatte. Er kannte meinen Namen, Adresse und Geburtsdatum. :!: Durch die IP-Adresse konnte man feststellen, dass er das von Krakow in Polen aus gemacht hatte. Er hatte noch weitere Konten bei eBay, unter ganz verschiedenen Namen.

Ich gehe seither etwas sensibler mit meinen Daten um, aber natürlich kann man mit einer einfachen Google-Abfrage noch immer jede Menge Informationen über „Uwe Seibert“ im Internet finden. Das sind aber gar nicht alles Informationen über mich, sondern auch über meine Namensvettern.

In dem Fernsehbeitrag werden andere Gefahren erwähnt:

Jede Information, die im Internet verfügbar ist, sei Image prägend, erklärt Sörge Drosten von der Personalberatung Kienbaum. (…) So nutzen auch immer mehr Personalberater das Internet, um sich über künftige Mitarbeiter zu informieren. Leichtsinniger Umgang mit persönlichen Daten und Dokumenten kann so unter Umständen irgendwann zum Karrierekiller werden.

Erwähnt wird auch die Personensuchmaschine yasni, die ebenfalls alle öffentlich verfügbaren Informationen und Suchergebnisse zu einem Namen anzeigt: Texte, Bilder oder sonstige Daten. Das klingt beängstigend, kann aber auch gezielt zur Pflege des eigenen Image verwendet werden: Jeder Nutzer kann bei yasni (keine Ahnung, warum das so heißt) ein eigenes Personen-Profil anlegen. Dort kann man dann selbst bestimmen, welche Weblinks wirklich zu einem gehören. Andere Nutzer können dann bestätigen, dass das so stimmt. So steigt mit der Zeit die eigene Glaubwürdigkeit.

Ich habe mir jetzt ein solches Profil angelegt. Wer also wissen will, was ich so denke und glaube, woran ich arbeite, wie ich aussehe etc. kann in Zukunft mein yasni-Profil besuchen und wer mich kennt, kann prüfen, ob ich es auch wirklich bin :cool: .

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1 Kommentar

  1. useibert sagt:

    Lesen Sie auch den folgenden Artikel aus Spiegel Online:

    IMAGEPFLEGE IM INTERNET

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