Pessach / Passa

Heute abend beginnt das jüdische Pessachfest, das eine Woche (im jüdischen Kalender vom 15. bis 22. Nissan) dauert. Begründet ist dieses Fest in der Geschichte vom Auszug des Volkes Israel aus Ägypten (Exodus / 2. Mose 12). Den Rest des Beitrags lesen »

Happy Birthday, Theolounge

Folgender Beitrag stand gestern in der Theolounge, einem Weblog, an dem ich auch als Autor mit beteiligt bin:

graffity-black2.jpgVor einem Jahr ging es los: die theolounge entstand. Sie entwickelte sich von einer kleinen Linksammlung zu einer immer größer werdenden Seite - oder besser gesagt: wir haben sie entwickelt, gemeinsam. Heute freuen wir uns darüber, dass wir aus so vielfältigen engagierten Autoren bestehen, von denen ein jeder seine spezifische Sichtweise einbringt. Und vielleicht hat auch Gott hier ein wenig seine Hand mit im Spiel: wenn er uns dabei leitet, Artikel auszuwählen, die Menschen irgendwie helfen, informieren oder weiterbringen können. Den Rest des Beitrags lesen »

Ökumenischer Jahreskalender

Auf der Webseite des Zentrum Ökumene der EKHN findet man einen Ökumenischen Jahreskalender. Dieser Kalender enthält Daten von Festen und anderen besonderen Tagen in den christlichen Traditionen, in der ökumenischen Bewegung, in Judentum und Islam sowie säkulare Gedenk- und Aktionstage. Wenn man einen der Fest- und Gedenktage des Kalenders anklickt, findet man eine Erläuterung der Bedeutung des Tages sowie Anregungen, wie Gemeinden, Einrichtungen, Gruppen und Einzelne ihn gestalten, bzw. wie sie an den Festen oder Gedenktagen anderer Traditionen Anteil nehmen können.

Feste im Dezember

FrohesFestRund um den Erdball wird Weihnachten gefeiert. Im “Weihnachtsbüro” erfahren Sie mehr über nationale und internationale Bräuche und Traditionen zu Weihnachten. Den Rest des Beitrags lesen »

20-07-2007

Stolpersteine

Das heutige Datum ist in vielerlei Hinsicht interessant. Zum einen wegen der Zahlenfolge 20.07.2007. Heute gibt es sicher wieder viele Trauungen, wenn auch nicht ganz so viele wie vor kurzem, am 07.07.07.

Vor allem ist der 20. Juli aber auch ein wichtiger nationaler Gedenktag. Am 20. Juli 1944 versuchte eine Gruppe deutscher Offiziere, unter ihnen Oberst Graf von Stauffenberg, Adolf Hitler durch ein Attentat zu beseitigen und in einem anschließenden Staatsstreich die Macht zu übernehmen. Der Attentatsversuch scheiterte — wie andere vor ihm –, Adolf Hitler überlebte leicht verletzt und die Verschwörer wurden hingerichtet. Dennoch war es ein wichtiges Signal, dass nicht alle Deutschen hinter Hitler standen.

Bereits vor einem Jahr habe ich daran erinnert, dass heute ausserdem auch noch der Geburtstag Schalom Ben Chorins (*20. Juli 1913 in München, † 7. Mai 1999 in Jerusalem) ist, dessen über 30 Bücher von großer Bedeutung für den jüdisch-christlichen Dialog sind.

Weitere Informationen zum 20. Juli 1944:

  • Auf Planet Wissen findet man mehr über die Hintergründe und die Attentäter vom 20. Juli 1944.
  • Auf der Webseite www.20-juli-44.de findet man Informationen über Reden und Gedenkfeiern zum 20. Juli 1944.

Mehr zu Schalom Ben-Chorin:

Holocaust-Gedenktag (Jom Hashoa)

Morgen ist der Holocaust-Gedenktag (Jom Hashoa). Im Ökumenischen Jahreskalender kann man dazu folgende Erklärung lesen (die Links habe ich hinzugefügt):

Am Jom Haschoa wird in Israel der Opfer der Schoa, der Widerstandskämpfer in den jüdischen Ghettos und nichtjüdischer Menschen gedacht, die durch Einsatz ihres Lebens Juden gerettet haben. Dieser Gedenktag findet seit 1951 am 27. Nissan (7. Monat des jüdischen Jahres) statt. 1959 wurde er zum gesetzlichen Feiertag erklärt. Daneben gibt es orthodoxe jüdische Gruppen, die der Holocaustopfer am 10. Tewet (4. Monat des jüdischen Jahres) durch Aufsagen des Kaddisch oder am 9. Aw (11. Monat des jüdischen Jahres) durch das Rezitieren von Trauer-Elegien gedenken.

Am Jom Haschoa erinnern um 10.00 Uhr Sirenen die Menschen in Israel an die Schoa. Für zwei Minuten ruht dann der Verkehr, die Menschen hören auf zu arbeiten und schweigen. Am Mittag erfolgt eine offizielle Kranzniederlegung durch Regierungsvertreter an der Gedenkstätte Yad Vashem. Anschließend wird eine Namensliste der Opfer vorgelesen. Am Nachmittag findet eine Zeremonie für verschiedene Jugendorganisationen statt.

In Deutschland gibt es seit 1996 am 27. Januar einen nationalen Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus.

Hier sind weitere Links zum Thema Holocaust/Shoa:

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Fremde Kinder - Dokumentarfilmreihe in 3sat

Auf 3sat gibt es zur Zeit eine interessante Dokumentarfilmreihe zum Thema “Fremde Kinder”. Die Autoren dieser Reihe schreiben dazu:

Im Mittelpunkt eines jeden Beitrags steht ein Kind, aus dessen Perspektive der Film erzählt. Zu den Autoren gehören sowohl junge Nachwuchs-Filmemacher als auch erfahrene Dokumentaristen, von denen einige aus den Herkunftsländern der Kinder stammen. Die 30-minütigen Dokumentarfilme werden im Wechsel mit der Reihe Mädchengeschichten einmal im Monat, donnerstags, um 21.00 Uhr, im 3sat-Programm gezeigt. Alle Filme entstehen als Auftragsproduktionen von ZDF/3sat.

Am 29.3.  wird der Beitrag “Die Welt gehört Chaim” gesendet:

Der 13-jährige Chaim Paskez lebt mit seinen Eltern und vier jüngeren Geschwistern in Budapest. Seine Familie gehört zu den wenigen noch streng orthodox lebenden jüdischen Familien der Stadt. (…) Benjamin Cantu hat Chaim über ein halbes Jahr lang mit der Kamera begleitet. Durch seine natürliche und unbeirrte Art gewährte Chaim Einblick in den Alltag seines jüdisch-orthodoxen Lebens.

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Freude ist Gottesdienst

In der Sendereihe “Lebenszeichen” gab es auf WDR 5 gestern abend einen Beitrag von Günter Frorath zum Thema “Freude ist Gottesdienst. Über die chassidische Mystik des Ostjudentums“. Wer die Sendung verpasst hat, kann sie als MP3-Datei oder auch das Manuskript der Sendung als PDF-Datei von der Webseite des Senders herunterladen .

Übrigens: Es lohnt sich, im WDR5-Archiv zu stöbern, man findet dort viele weitere Sendungen aus der Sendereihe "Lebenszeichen“.


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Purim — der jüdische Karneval

Morgen abend beginnt das jüdische Purimfest. Im Ökumenischen Jahreskalender kann man dazu folgende Erklärung lesen (die Links habe ich hinzugefügt):

Das Purimfest (im jüdischen Kalender 14. Adar) erinnert an die Rettung der Juden in Persien, die zur Zeit des Königs Achaschwerosch (Xerxes I, 486 - 465 v. Chr.) von einem Vernichtungsbeschluss bedroht waren. Es ist ein fröhliches Fest, das deutlich Züge eines jüdischen Karnevals entwickelt hat.

Die Geschichte der Rettung wird im biblischen Buch „Esther” erzählt. Im Zentrum des Geschehens stehen Esther und ihr älterer Cousin und Pflegevater Mordechai. Die schöne junge jüdische Frau Esther wird vom persischen König Achaschwerosch zur Aufnahme in seinen Harem bestimmt, wird Geliebte des Herrschers und neue Königin. In dieser Position wagt sie, gedrängt von Mordechai, in einer für die persischen Juden höchst gefährlichen Situation das bei Todesstrafe verbotene unangemeldete Vorsprechen beim König. Sie findet die Gunst des Herrschers und kann ihn über ein geplantes Komplott Hamans, der einflussreichsten Person am königlichen Hof, unterrichten, nachdem dieser die Vernichtung des jüdischen Volkes in Persien beabsichtigte. Esthers Wagemut rettet das jüdische Volk und führt zur Hinrichtung Hamans.

Der Name „Purim” geht auf das persische Wort „pur” zurück. Es bedeutet „Los” und erinnert daran, dass der Widersacher Haman mittels eines Loses den Tag für die Vernichtung der persischen Juden festsetzte.

Im Zentrum des Festes steht die Verlesung der Esther-Rolle (das biblische Buch Esther). Traditionell wird dabei — insbesondere von den Kindern gern aufgenommen — bei der Lesung des Namens „Haman” mit Rasseln und anderem Gerät Lärm geschlagen. Zum Brauchtum gehören das Verteilen von Geschenken und Spenden; die Sitte des Verkleidens scheint unter dem Einfluss des christlichen Karnevals entstanden zu sein. Als traditionelles Gebäck des Festes werden die so genannten “Haman-Ohren” (hebr.: „Osnei Haman”) gereicht. Dennoch soll nicht der geschlagene Feind sondern die Feier der Befreiung von drohender Vernichtung im Mittelpunkt stehen. Das wird durchaus auch mit einer Empfehlung der jüdischen Tradition umgesetzt, man solle so viel Wein trinken, bis man nicht mehr unterscheiden kann zwischen den Sprüchen „Verflucht ist Haman” und „Gesegnet ist Mordechai”.

Mehr zum Thema Purim im Internet:

TV-Serie: „Die Juden“

ARD und ARTE zeigen im März die Serie „Die Juden“. Darin wird in Spielszenen, historischen Aufnahmen und Computeranimationen die mehr als 3000-jährige Geschichte einer der ältestenWeltreligionen erzählt. Sie reicht vom Propheten Moses, der das auserwählte Volk Gottes aus der Knechtschaft Ägyptens ins gelobte Land führt, bis zur jüdischen Gegenwart des beginnenden 21. Jahrhunderts.

Von der Serie werden zwei verschiedene Fassungen gezeigt, eine fünfteilige auf ARTE und eine sechsteilige in der ARD. Ein Begleitbuch und ein Internetauftritt sowie Hintergrundinformationen für Schulen sind geplant.

Sendezeit: ARTE, 6. März 2007, 20.45 Uhr bis 23.10 Uhr, und 7. März 2007, 20.40 Uhr bis 22.20 Uhr; die ARD zeigt die Dokumentation ab 11. März 2007 jeweils sonntags, 17.30 Uhr bis 18.00 Uhr.