Happy Birthday, Theolounge

Folgender Beitrag stand gestern in der Theolounge, einem Weblog, an dem ich auch als Autor mit beteiligt bin:

graffity-black2.jpgVor einem Jahr ging es los: die theolounge entstand. Sie entwickelte sich von einer kleinen Linksammlung zu einer immer größer werdenden Seite - oder besser gesagt: wir haben sie entwickelt, gemeinsam. Heute freuen wir uns darüber, dass wir aus so vielfältigen engagierten Autoren bestehen, von denen ein jeder seine spezifische Sichtweise einbringt. Und vielleicht hat auch Gott hier ein wenig seine Hand mit im Spiel: wenn er uns dabei leitet, Artikel auszuwählen, die Menschen irgendwie helfen, informieren oder weiterbringen können. Den Rest des Beitrags lesen »

20-07-2007

Stolpersteine

Das heutige Datum ist in vielerlei Hinsicht interessant. Zum einen wegen der Zahlenfolge 20.07.2007. Heute gibt es sicher wieder viele Trauungen, wenn auch nicht ganz so viele wie vor kurzem, am 07.07.07.

Vor allem ist der 20. Juli aber auch ein wichtiger nationaler Gedenktag. Am 20. Juli 1944 versuchte eine Gruppe deutscher Offiziere, unter ihnen Oberst Graf von Stauffenberg, Adolf Hitler durch ein Attentat zu beseitigen und in einem anschließenden Staatsstreich die Macht zu übernehmen. Der Attentatsversuch scheiterte — wie andere vor ihm –, Adolf Hitler überlebte leicht verletzt und die Verschwörer wurden hingerichtet. Dennoch war es ein wichtiges Signal, dass nicht alle Deutschen hinter Hitler standen.

Bereits vor einem Jahr habe ich daran erinnert, dass heute ausserdem auch noch der Geburtstag Schalom Ben Chorins (*20. Juli 1913 in München, † 7. Mai 1999 in Jerusalem) ist, dessen über 30 Bücher von großer Bedeutung für den jüdisch-christlichen Dialog sind.

Weitere Informationen zum 20. Juli 1944:

  • Auf Planet Wissen findet man mehr über die Hintergründe und die Attentäter vom 20. Juli 1944.
  • Auf der Webseite www.20-juli-44.de findet man Informationen über Reden und Gedenkfeiern zum 20. Juli 1944.

Mehr zu Schalom Ben-Chorin:

Liederabend mit Dany Bober

Die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dillenburg und das Referat für Mission und Ökumene, Ev. Dekanat Dillenburg laden ein zu einem Liederabend mit Dany Bober am Sonntag, 11. Februar, 19 Uhr im Gemeindehaus der Ev. Kirchengemeinde Ewersbach in der Oranienstraße.

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Der jüdische Künstler Dany Bober will vom Judentum “singen und sagen”. Von teilweise eigenen Vertonungen der Psalmen führt sein Programm über das babylonische Exil und das mittelalterliche Spanien zu den jiddischen Volksweisen Osteuropas. Zwischen den Liedern erzählt Dany Bober die Geschichte, die den Rahmen zu seinen Liedern bildet. Anekdoten, Prosa und Gedichte aus dem jüdischen Frankfurt am Main und Berlin des 19ten Jahrhunderts runden das Ganze liebevoll-ironisch ab.

Der Eintritt ist frei!

Weblogs geben Einblick in den jüdischen Alltag

Auf meinem Weblog habe ich in diesem Jahr einige Beiträge zu Festen und Gedenktagen geschrieben, unter anderem auch zu den jüdischen Festen Chanukka, Simchat Torah, Sukkoth, Jom Kippur, Rosch Haschana, Tischa b’Av und Schawuot. Ich habe dabei auf Informationen zurückgegriffen, die ich im Internet gefunden habe, unter anderem bei Wikipedia, im Oekumene-Kalender des Zentrums Oekumene der EKHN, aber auch bei Hagalil.com und Talmud.de.

Anna, eine jüdische Bloggerin, hat mit Recht darauf hingewiesen, dass Artikel in Wikipedia nicht immer verlässliche Quellen sind. Ich möchte den Lesern meines Weblogs empfehlen, ihr Weblog zu lesen, das einen authentischen Einblick in den jüdischen Alltag bietet.

Auf ihrer Linkliste findet man noch weitere Blogs, die ich ebenfalls zur Lektüre weiterempfehle:

Thementag zu Kampf und Toleranz der Kulturen auf 3sat

Am 6.Januar 2007 gibt es auf 3sat einen Thementag zum Thema “Kampf und Toleranz der Kulturen”. 24 Stunden lang werden in Dokumentationen, Magazinen, Filmen, Konzerten und Gesprächsrunden Konflikte, aber auch friedliche Begegnungen der drei großen Religionen und der Kulturen aufgezeigt.

Den Zeitplan und weitere Informationen zu den einzelnen Sendungen findet man auf der Webseite von 3sat.

Den Dialog zum „Trialog“ ausbauen

Wissen, wovon man spricht: Islam als abrahamitische Religion” — unter diesem Thema steht eine Vortragsreihe, die der Ökumenische Arbeitskreis der Evangelischen Kirchengemeinde Dillenburg und der Katholischen Pfarrgemeinde Herz Jesu Dillenburg an drei aufeinander folgenden Montagen im November anbietet.

Zur Eröffnung am vergangenen Montagabend kamen über 60 Zuhörer in das Evangelische Gemeindehaus am Zwingel. Die Veranstaltungsreihe begann mit einem Vortrag des evangelischen Pfarrers Carsten Koch zum Thema „Abraham/Ibrahim im Koran und seine Bedeutung für den christlich-muslimischen Dialog”. Der Referent, der an der Universität Marburg Theologie und Religionsgeschichte studiert hat, zeigte anhand von Bibel- und Korantexten die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Judentum, Christentum und Islam auf — exemplarisch an der Person Abrahams, die für alle drei monotheistischen Religionen von wichtiger Bedeutung ist.

Der Dialog zwischen den Religionen sei wichtig, weil es viel Verbindendes gebe, sagte Carsten Koch, es müsse zu einem offenen Austausch der drei Religionen kommen. Er wies darauf hin, dass die jeweilige Kultur, das Wissen und die Glaubensvorstellungen der verschiedenen Seiten den Dialog (beziehungsweise den Trialog) beeinflussen, der dadurch zwar schwierig, aber dennoch möglich und gerade in der heutigen Zeit notwendig sei.

Für diese Gesprächsbereitschaft sei auf allen Seiten eine hohe Sensibilität und eine Atmosphäre des Vertrauens, des Respekts und der Toleranz erforderlich. Eine Voraussetzung für den Austausch auf Augenhöhe sei zudem auch der Erwerb von Wissen über die eigenen und die fremden Glaubensinhalte. Dabei solle man nicht nur distanziert “über”, sondern in persönlicher Betroffenheit vor allem “von” dem reden, was den eigenen Glauben ausmacht. Unterschiede dürften dabei nicht verschwiegen werden.

Im Anschluss an den Vortrag konnten die Zuhörer weitere Fragen stellen, die der Referent überaus kenntnisreich zu beantworten wusste.

Die Vortragsreihe wird am kommenden Montag, 13. November, fortgesetzt mit einem Vortrag zum Thema “Wie gehen wir mit religiösen Unterschieden um?” Als Referentin ist Pfarrerin Susanna Faust, Beauftragte für Interreligiöse Fragen am Zentrum Ökumene der EKHN in Frankfurt/Main, im Evangelischen Gemeindehaus Am Zwingel zu Gast.

Am darauf folgenden Montag, 20. November, wird die Vortragsreihe abgeschlossen mit dem Thema: “Wie als Christ dem Islam begegnen?” Referentin ist dann Brigitte Görgen-Grether, Diplom-Theologin und Referentin für Theologische Erwachsenenbildung im Bistum Limburg.

Alle Vorträge beginnen jeweils um 19.30 Uhr. Veranstaltungsort ist das Evangelische Gemeindehaus am Zwingel in Dillenburg. Die Mitglieder des Ökumenischen Arbeitskreises Dillenburg laden auch zu diesen Abenden herzlich ein.

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Ein „Trialog” am Rande: Pfarrer Stefan Peter von der katholischen Kirche im Gespräch mit der Kirchenvorstandsvorsitzenden Ellinor Brandt und dem evangelischen Pfarrer Carsten Koch.

Religionen und Interreligiöses Lernen: Interessante Websites

Es gibt im Internet eine ganze Anzahl von Websites zum Thema Religionen und Interreligiöses Lernen. Hier ist eine Auswahl der besten:

Weitere Links — auch zu anderen Themen aus dem Arbeitsfeld Mission und Ökumene — findet man in meiner privaten Linksammlung.

Schalom Ben-Chorin - der Sohn der Freiheit

Heute, am 20. Juli, ist der Geburtstag Schalom Ben Chorins.

Ben-Chorin wurde unter dem bürgerlichen Namen Friedrich Rosenthal am 20. Juli 1913 in München geboren. Nach mehreren Verhaftungen durch die Gestapo floh er 1935 nach Palästina und nahm in Jerusalem seinen Wohnsitz. Nach seiner Flucht vor den Nazis tauschte er seinen bürgerlichen Namen ein gegen das seit 1931 publizistisch verwendete Pseudonym: Schalom (Frieden) Ben-Chorin (Sohn der Freiheit). Im Hinblick auf Christentum und Kirche sind von großer Bedeutung seine über 30 Bücher zum jüdisch-christlichen Dialog.

Die folgende Beschreibung stammt aus einem Nachruf zum Tod Ben Chorins († 7. Mai 1999 in Jerusalem):

»Ben-Chorin wurde zum Pionier eines ganz eigenständlichen interreligiösen Dialogs. (…) In vielen Vorträgen war er immer wieder bemüht, einen lebendigen Dialog zwischen den Religionen, vor allem zwischen Juden und Christen, in Gang zu bringen. (…) Er hatte der Kirche viel zu sagen und er war bereit, auch von Christen zu lernen. (…) Ben-Chorin hatte die Gabe, die innere Verwandtschaft zwischen Judentum und Christentum zum Leuchten zu bringen.« (J. Jeziorowski: Ein wahrer Sohn der Freiheit - Zum Tod von Schalom Ben-Chorin, in: Lutherische Monatshefte, Juni 1999, 18.)

Bekannte Bücher Ben-Chorins sind

Im Evangelischen Gesangbuch (Ausgabe für die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau) findet man zwei Gedichte Ben-Chorins: “Und suchst du meine Sünde” (EG 237) und “Das Zeichen” (EG 613):

1. Freunde, dass der Mandelzweig wieder blüht und treibt,
ist das nicht ein Fingerzeig, dass die Liebe bleibt?
2. Dass das Leben nicht verging, soviel Blut auch schreit,
achtet dieses nicht gering in der trübsten Zeit.
3. Tausende zerstampft der Krieg, eine Welt vergeht.
Doch des Lebens Blütensieg leicht im Winde weht.
4. Freunde, dass der Mandelzweig sich in Blüten wiegt,
bleibe uns ein Fingerzeig, wie das Leben siegt.

Weitere Informationen zum Leben und zu den Schriften Ben-Chorins finden sich

Toleranzpreis für Aga Khan VI.

Das Oberhaupt der Ismailiten, einer schiitisch-islamischen Gemeinschaft mit weltweit ca. 20 Mio. Gläubigen, Karim Aga Khan IV., hat am 20.5.2006 den Toleranzpreis der Evangelischen Akademie Tutzing erhalten. Die Laudatio hielt Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier. Aga Khan wurde für seinen Einsatz in der Aussöhnung zwischen der islamischen Welt und dem Westen geehrt sowie namentlich für die Förderung eines Kultur- und Bildungsprogramms entlang der alten Seidenstraße, er ist außerdem aktiv als Chef des “Aga Khan Development Network” (AKDN), das die weltweit größte private Entwicklungshilfeorganisation ist. Nach dem Krieg in Afghanistan investierte seine Organisation dort 80 Mio. Dollar in den Wiederaufbau.

Die drei früheren Empfänger des Toleranzpreises waren Roman Herzog (2000), Daniel Barenboim (2002) und Henning Mankell (2004).

Quelle: Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EZW), Newsletter 5/2006