Happy Birthday, Theolounge

Folgender Beitrag stand gestern in der Theolounge, einem Weblog, an dem ich auch als Autor mit beteiligt bin:

graffity-black2.jpgVor einem Jahr ging es los: die theolounge entstand. Sie entwickelte sich von einer kleinen Linksammlung zu einer immer größer werdenden Seite - oder besser gesagt: wir haben sie entwickelt, gemeinsam. Heute freuen wir uns darüber, dass wir aus so vielfältigen engagierten Autoren bestehen, von denen ein jeder seine spezifische Sichtweise einbringt. Und vielleicht hat auch Gott hier ein wenig seine Hand mit im Spiel: wenn er uns dabei leitet, Artikel auszuwählen, die Menschen irgendwie helfen, informieren oder weiterbringen können. Den Rest des Beitrags lesen »

Vor einem Jahr: Hochwasser im Lahn-Dill-Kreis

Vor einem Jahr, am 17.09.2006, bekamen wir hautnah die Folgen der Klimaerwärmung zu spüren. Durch starke Gewitter und damit verbundenem sintflutartigen Regen, der in relativ kurzer Zeit fiel, kam es zu Überschwemmungen in vielen Städten und Gemeinden an Lahn und Dill.

Hochwasser01Auch wir in Eibach waren davon betroffen. So etwas hatten wir noch nie erlebt. Es schüttete von nachmittags bis spät abends wie aus Eimern. Die Kanalisation konnte die Wassermassen nicht mehr aufnehmen und so spritzte das Wasser aus dem Gulli vor unserem Haus und hob sogar den schweren Gullideckel hoch. Uns wurde klar, dass wir etwas tun mussten, um unser Haus zu schützen. Ein paar Sandsäcke konnten wir noch füllen und eine Sperre aus Holz und großen mit Wasser gefüllten Eimern leitete das meiste Wasser in unseren Garten um.

Am nächsten Morgen bei Tageslicht konnten wir dann die Folgen der Überschwemmung sehen. Auf unserem Grundstück Hochwasser02und auch bei unseren Nachbarn war alles voller Schlamm, Dreck und Müll. Straßen waren dicht, zum Teil auch stark beschädigt. Bei einigen Nachbarn hatten die Häuser ca. ein halben Meter hoch im Wasser gestanden, bei uns zum Glück “nur” der Hof, die Scheune und der Garten. Jetzt war das ganze Dorf auf den Beinen. Jeder packte an und bis zum Abend hatten wir das Gröbste beseitigt.

Hochwasser04Doch die Frage blieb, wer nun die Schäden bezahlen sollte. Die wenigsten Leute waren gegen Hochwasser versichert, weil es so etwas bei uns noch nie gegeben hatte. Die Stadt Dillenburg, der Lahn-Dillkreis und das Land Hessen versprachen zwar zu helfen, aber es gab so viele Geschädigte, dass klar war, dass jeder nur einen Teil der Schäden ersetzt bekommen würde. Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau und auch die örtlichen Kirchengemeinden riefen zu Spenden auf und viele Organisationen und Privatleute spendeten Geld für die Hochwassergeschädigten oder liehen ihnen Abwasserpumpen, Trockengeräte und andere nützliche Dinge aus.

Hochwasser05Es gab weitere Hiobsbotschaften: Wir mussten ein paar Tage lang unser Wasser abkochen, weil das Hochwasser einen Brunnen für die Wasserversorgung überschwemmt hatte. In unserer Scheune fand ich beim Aufräumen zwei Kisten mit arsenhaltigem Pflanzenschutzmittel, das von der Feuerwehr in Schutzkleidung geborgen wurde. Die Kosten für den Einsatz mussten wir zum Glück nicht zahlen, wohl aber die Entsorgung der hochgiftigen Substanz.

Hochwasser03Mit der Zeit kehrte zum Glück wieder Ordnung und Normalität bei uns ein: Die angesammelten Müllberge wurden abgeholt, die kaputten Straßen repariert, die Kanalisation gereinigt, feuchte Häuser getrocknet und renoviert. Aber noch heute werden wir etwas nervös, wenn es mal wieder ein starkes Gewitter gibt. Es könnte ja sein, dass noch mal so ein Hochwasser passiert. Ich habe jedenfalls heute ein paar Sandsäcke auf Vorrat in meiner Scheune - man weiß ja nie.

Hier sind noch ein paar Links:

Bücher aus der DDR für Brot für die Welt

www.buecherburg.deEin mittelalterliches Magazingebäude auf dem Gelände der 900 Jahre alten Katlenburg, in der Nähe von Göttingen, beherbergt Tausende von Büchern. Pfarrer Martin Weskott hat sie nach der Wende von Müllkippen in den neuen Bundesländern gerettet, auf denen damals Bibliotheksbestände und ganze Jahresproduktionen von Ostverlagen landeten.
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Jüdische Zeitreise mit Dany Bober kam sehr gut an

Einen überaus vergnüglichen Abend erlebten die ca. 100 Gäste, die am Sonntagabend zu einer “Jüdischen Zeitreise” mit Dany Bober ins Gemeindehaus der Ev. Kirchengemeinde in Ewersbach gekommen waren.

Die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dillenburg und das Referat für Mission und Ökumene des evangelischen Dekanats Dillenburg hatten gemeinsam zu diesem Abend eingeladen und alle, die der Einladung gefolgt waren, erlebten einen äußerst vielseitigen und vielsprachigen Künstler.

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Dany Bobers Repertoire reichte von teilweise eigenen Vertonungen der hebräischen Psalmen über spanische Liebeslieder und jiddische Volksweisen Osteuropas hin zu Gedichten und Anekdoten in perfekt vorgetragener Frankfurter Mundart.

Zwischen den Liedern erzählte Bober mit unwiderstehlichem Charme die jüdische Geschichte, die den Rahmen zu seinen Liedern bildete, dazu witzig-geistreiche Anekdoten, Prosa und Mundart-Gedichte aus dem jüdischen Frankfurt am Main und Berlin des 19ten Jahrhunderts, aber auch viel nachdenklich machendes.

Dem Künstler gelang es bestens, auch die Zuhörer in seine jüdische Zeitreise einzubeziehen. So durften sie, als Bober die Geschichte der Entstehung des Purimfestes aus dem biblischen Buch Ester vortrug, immer dann, wenn der Name des Judenfeindes Haman fiel, lautstark Krach machen. Aber auch einige der Lieder waren bekannt und viele sangen mit. Erst nach zwei Zugaben ließ das dankbare Publikum Bober von der Bühne.

Dany Bober wurde 1948 im gerade neu geschaffenen Staat Israel geboren. 1956 remigrierten seine Eltern mit ihm in die Geburtsstadt seines Vaters, Frankfurt am Main. Seit 1976 lebt er mit seiner Familie in Wiesbaden. Seit über 30 Jahren tritt er mit seinen Liedern und Gesprächsbeiträgen auf, unter anderem auch beim Katholikentag und beim Evangelischen Kirchentag.

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Hilfe für Straßenkinder in Togo

Alle zwei Jahre feiert die Evangelische Kirchengemeinde Ewersbach als gemeinsamen Gottesdienst der vier Kirchspielorte Mandeln, Steinbrücken, Ewersbach und Rittershausen einen ”Brot für die Welt-Gottesdienst”. Dieser Gottesdienst fand in diesem Jahr am Sonntag, 12. November, in der Mehrzweckhalle Rittershausen statt.

Zum Gottesdienst eingeladen war Frau Dr. Ute Greifenstein, Fachreferentin für Brot für die Welt im Zentrum Ökumene der EKHN in Frankfurt. Sie berichtete über den Alltag der Menschen im westafrikanischen Togo.

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Den Dialog zum „Trialog“ ausbauen

Wissen, wovon man spricht: Islam als abrahamitische Religion” — unter diesem Thema steht eine Vortragsreihe, die der Ökumenische Arbeitskreis der Evangelischen Kirchengemeinde Dillenburg und der Katholischen Pfarrgemeinde Herz Jesu Dillenburg an drei aufeinander folgenden Montagen im November anbietet.

Zur Eröffnung am vergangenen Montagabend kamen über 60 Zuhörer in das Evangelische Gemeindehaus am Zwingel. Die Veranstaltungsreihe begann mit einem Vortrag des evangelischen Pfarrers Carsten Koch zum Thema „Abraham/Ibrahim im Koran und seine Bedeutung für den christlich-muslimischen Dialog”. Der Referent, der an der Universität Marburg Theologie und Religionsgeschichte studiert hat, zeigte anhand von Bibel- und Korantexten die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Judentum, Christentum und Islam auf — exemplarisch an der Person Abrahams, die für alle drei monotheistischen Religionen von wichtiger Bedeutung ist.

Der Dialog zwischen den Religionen sei wichtig, weil es viel Verbindendes gebe, sagte Carsten Koch, es müsse zu einem offenen Austausch der drei Religionen kommen. Er wies darauf hin, dass die jeweilige Kultur, das Wissen und die Glaubensvorstellungen der verschiedenen Seiten den Dialog (beziehungsweise den Trialog) beeinflussen, der dadurch zwar schwierig, aber dennoch möglich und gerade in der heutigen Zeit notwendig sei.

Für diese Gesprächsbereitschaft sei auf allen Seiten eine hohe Sensibilität und eine Atmosphäre des Vertrauens, des Respekts und der Toleranz erforderlich. Eine Voraussetzung für den Austausch auf Augenhöhe sei zudem auch der Erwerb von Wissen über die eigenen und die fremden Glaubensinhalte. Dabei solle man nicht nur distanziert “über”, sondern in persönlicher Betroffenheit vor allem “von” dem reden, was den eigenen Glauben ausmacht. Unterschiede dürften dabei nicht verschwiegen werden.

Im Anschluss an den Vortrag konnten die Zuhörer weitere Fragen stellen, die der Referent überaus kenntnisreich zu beantworten wusste.

Die Vortragsreihe wird am kommenden Montag, 13. November, fortgesetzt mit einem Vortrag zum Thema “Wie gehen wir mit religiösen Unterschieden um?” Als Referentin ist Pfarrerin Susanna Faust, Beauftragte für Interreligiöse Fragen am Zentrum Ökumene der EKHN in Frankfurt/Main, im Evangelischen Gemeindehaus Am Zwingel zu Gast.

Am darauf folgenden Montag, 20. November, wird die Vortragsreihe abgeschlossen mit dem Thema: “Wie als Christ dem Islam begegnen?” Referentin ist dann Brigitte Görgen-Grether, Diplom-Theologin und Referentin für Theologische Erwachsenenbildung im Bistum Limburg.

Alle Vorträge beginnen jeweils um 19.30 Uhr. Veranstaltungsort ist das Evangelische Gemeindehaus am Zwingel in Dillenburg. Die Mitglieder des Ökumenischen Arbeitskreises Dillenburg laden auch zu diesen Abenden herzlich ein.

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Ein „Trialog” am Rande: Pfarrer Stefan Peter von der katholischen Kirche im Gespräch mit der Kirchenvorstandsvorsitzenden Ellinor Brandt und dem evangelischen Pfarrer Carsten Koch.

Aids-Vortrag von Majella Lenzen fesselte die Zuhörer

Großes Interesse fand der Themenabend zu HIV/Aids, zu dem ökumenische Frauen am Freitagabend in den Pfarrsaal der katholischen Kirche Herz-Jesu in Dillenburg eingeladen hatten. 60 Zuhörer erlebten einen beeindruckenden Vortrag über die Aids-Situation in Tansania von Majella Lenzen, einer engagierten und mutigen Frau, die viel erlebt hatte und wusste, wovon sie sprach.

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Majella Lenzen lebte und arbeitete als katholische Ordensschwester im Orden “Vom kostbaren Blut” 33 Jahre lang in Ost- und Zentralafrika, vor allem in Tansania. Als Krankenschwester mit einer Zusatzausbildung in Krankenhausleitung leitete sie dort 18 Jahre lang ein Hospital. Später wurde sie die Aids-Koordinatorin für die Kilimanjaro-Diözese und baute in der Stadt Moshi ein Beratungszentrum für Aids-Kranke auf. In dieser Zeit kam sie in Schwierigkeiten mit ihrem Orden: Sie wurde beschuldigt, Kondome an Prostituierte verteilt zu haben.

Nach dem Ausschluss aus ihrem Orden gründete sie zusammen mit ihrer früheren Mitarbeiterin Ida Naiso das Rafiki-Aids-Projekt, durch das vor allem die unterstützt werden, die am meisten unter den Folgen von Aids zu leiden haben: Frauen und Kinder. In Tansania leben rund 2 Millionen HIV-Infizierte und 500 000 Aids-Waisen. Die Aufklärung über HIV und Aids ist schlecht, die Krankheit immer noch ein Tabu-Thema.

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Im Rafiki-Zentrum in Mweka, einem kleinen Ort am Fuß des Kilimanjaro, finden Nähkurse für Frauen statt — viele sind schon mit 25 Jahren Witwen — damit sie sich ihren Lebensunterhalt selbst verdienen können und nicht zur Prostitution gezwungen sind. Ein Kiosk erspart ihnen die Fahrt in die 18 km entfernte Stadt Moshi. Die frühere Lehrerin Ida Naiso sorgt dafür, dass die Kinder von Aids-kranken Eltern zur Schule gehen und dass die zahllosen Waisen ein Dach über dem Kopf haben. Mit Aufklärungskampagnen an Schulen und sozialen Einrichtungen bricht sie das Schweigen über Aids.

Im Anschluss an Frau Lenzens Vortrag nutzten die Zuhörer die Gelegenheit, weitere Fragen zu stellen. Moderiert wurde das Gespräch von Uwe Seibert, Referent für Mission und Ökumene im Ev. Dekanat Dillenburg, der ebenfalls als Gast eingeladen war.

Durch Spenden am Ausgang kam ein Betrag von € 777,- zusammen, der Frau Lenzen für das Rafiki-Projekt übergeben wurde. Viele der Zuhörer wollten das Rafiki-Projekt gerne weiter unterstützen. Dazu sollen die folgenden Informationen helfen:

Spendenkonto:

Arbeitskreis 3. Welt Neuenrade e.V.,
Vereinigte Sparkasse im Märkischen Kreis,
Konto Nr. 93501328, BLZ 45851020,
Verwendungszweck: Rafiki-Aids-Projekt

Kontakt zu Majella Lenzen:

Postadresse: Prof.-Hahn-Straße 20, 52353 Düren.
Telefon/Fax: 02421-86711
Email: MLenzen@freenet.de

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Faire Woche in Dillenburg

Seit einigen Jahren findet jährlich im Herbst die “Faire Woche” statt, eine bundesweite Aktionswoche rund um das Thema Fairer Handel. In dieser Zeit werden von Weltläden und Aktionsgruppen in Zusammenarbeit mit Schulen, Supermärkten, Kantinen und Einzelpersonen Aktionen geplant, mit dem gemeinsamen Ziel, dem Fairen Handel in Deutschland mehr Gehör zu verschaffen.

Auch in Dillenburg gab es zwei Aktionen im Rahmen der Fairen Woche: Am vergangenen Sonntag, dem 24.9. haben die Mitarbeiter des Eine-Weltladen Dillenburg vor der katholischen Kirche Kaffee, Tee, Schokolade und andere fair gehandelte Waren verkauft. Der Erlös von € 150.- soll den Geschädigten des Hochwassers in Dillenburg zu Gute kommen.

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Eine weitere Aktion fand an der Gewerblichen und Kaufmännischen Schule Dillenburg statt. Die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung, Ausbildungs- und Beschäftigungsinitiativen mbH (GWAB) betreibt dort ein Bistro, das auch zu Ausbildungszwecken dient.

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In Kooperation mit dem Eine-Weltladen Dillenburg wurden dort in der Zeit vom 18.9.-30.9. fair gehandelte Waren (Bioriegel, Bananenchips, etc.) angeboten. Weil diese Aktion so viel Anklang fand, soll sie noch zwei Wochen länger fortgesetzt werden.

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Weitere Informationen zu der “Fairen Woche” gibt es im Internet unter www.fairewoche.de.

Komm, wir gehen zu Amadou! Wo treffen Sie Ausländer, die Sie mit Namen kennen?

Das evangelische Online-Magazin chrismon wollte wissen: Wo begegnen Ihnen im Alltag Ausländer, die Sie mit Namen grüßen können?

Immerhin rund 80 Prozent der Deutschen kennen einen Sergej oder eine Ayse. Dabei gibt es deutliche Unterschiede zwischen West und Ost: Im Osten hat mehr als ein Drittel der Befragten nur deutsche Bekannte, im Westen sagen das lediglich 11 Prozent. Je jünger die Befragten sind, desto eher haben sie persönlichen Kontakt zu Ausländern: Von den 14- bis 29-Jährigen sind es stolze 88 Prozent, von den Menschen über 60 nur 60 Prozent. Erstaunlich: Obwohl Hauptschulen den größten Ausländeranteil haben, entstehen hier offenbar wenig Bekanntschaften. Nur 65 Prozent der Befragten mit Hauptschulbildung ohne Lehre gaben an, einen Ausländer namentlich zu kennen, aber 87 Prozent der Befragten mit hoher Schulbildung oder Universitätsabschluss.

Die vollständigen Ergebnisse und Begleitdaten dieser repräsentativen Umfrage (1004 Befragte) findet man hier.

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(Quelle: chrismon)